Boden

Boden

Böden bilden den obersten, belebten, durch Humus- und Gefügebildung, Verwitterung und Mineralbildung sowie Verlagerung von Zersetzungs- und Verwitterungsprodukten umgestalteten Teil der Erdkruste. Sie sind das Ergebnis einer jahrtausendelangen Entwicklung. Ihre Neubildung erfolgt extrem langsam. Die Wertigkeit des Bodens wird insbesondere durch seine natürliche Funktion- und Regelungsfunktion, seine Nutzungsfunktion (Produktionsgrundlage, Rohstofflager, Siedlungsfläche) sowie seine Archivfunktion charakterisiert.

Als wichtiger Bestandteil des Naturhaushaltes dient der Boden als Puffer im Wasser- und Stoffkreislauf und ist wichtiger Schadstofffilter für das Grundwasser. Mit ihrer natürlichen Ertragsfähigkeit bilden Böden die Grundlage für Land- und Forstwirtschaft. Sie bieten Fläche für Siedlung, Verkehr und Erholung.
 
 
Die stofflichen Belastungen der Böden, die Veränderung der Bodenstruktur und Einwirkungen auf den Boden haben ständig zugenommen:
  • Überbauung und dadurch Entzug aus dem Naturkreislauf,
  • Emissionen aus Industrie und Verkehr, die zu diffusen Schadstoffeinträgen in den Boden entweder direkt oder über Pflanzen und Regenauswaschung führen,
  • Belastung durch intensivere Nutzung von Land- und Forstwirtschaft (Aufbringen von Dünger, Klärschlamm, Pflanzenschutzmittel,
  • Ablagerung von Abfällen, industrielle Kontaminationen und Unfälle mit bodengefährdenden Stoffen.
 
Insbesondere durch Emissionen, die land- und forstwirtschaftliche Nutzung und industrielle Kontaminationen werden Schadstoffe in den Boden eingetragen, die das Wachstum der Kulturpflanzen, das Bodenleben, die Tiergesundheit (Futtermittel) oder die menschliche Gesundheit (Nahrungsmittel, Trinkwasser) beeinträchtigen können. Die Verwertung von mineralischen und organischen Abfällen in und auf Böden gehört zu den wesentlichen Stoffströmen. Die wichtigsten Schadstoffgruppen im Boden sind Schwermetalle und organische Schadstoffe.
Um den Boden in seiner natürlichen Funktion zu erhalten wurden eine Reihe rechtlicher Reglungen getroffen. Die bedeutendste ist das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) mit der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchV) als bundeseinheitliches rechtliches Instrumentarium zum Schutz des Bodens.
Mit umweltanalytischen Untersuchungen bieten wir die Basis, um die Bodenbeschaffenheit zu charakterisieren, Kontaminationen und sich daraus ergebende Gefährdungen in Boden aufzuzeigen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen.


Wir bestimmen zur Bodenbeschaffenheit:
  • Boden-pH
  • Leitfähigkeit, Salzgehalt
  • Humusgehalt
  • Rohdichte
  • Karbonatgehalt (bei Mineralböden betrifft das im wesentlichen den Gehalt an Calcium- und Calcium-Magnesiumcarbonaten)
  • Pufferbereich
  • Ionen-Austauschverhalten
  • Körnung (Sieblinie)
  • Haupt- und Mikronährstoffe
  • Bestimmung der Beton- und Stahlaggressivität nach DIN 4030 bzw. DIN 50929
 
Wir bestimmen Schadstoffe im Boden:
  • Analytik nach Bundesbodenschutzverordnung (BBodschV)
  • Analytik nach Klärschlamm- und Bioabfallverordnung AbfklärV und BioAbfV
  • Deklarationsanalytik nach den Regeln für die stoffliche Verwertung der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)
  • Analytik nach DIN 19731
  • Dioxine und Furane sowie weitere Spezialanalytik
 
Die Eurofins Umwelt Ost GmbH ist u.a.
  • Untersuchungsstelle gem. AbfKlärV und BioAbfV
  • Untersuchungsstelle gem. § 18 BBodSchG (Bayern, Saarland)
  • Untersuchungsstelle gem. § 25 Landesabfallgesetz Nordrhein-Westfalen
 

Analytische Verfahren 

Als Analytische Verfahren setzten wir für die Elementanalytik vor allem die optische Emissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) bzw. mit Massenspektroskopie (ICP-MS) ein. Die Bestimmung der Anionen erfolgt vorwiegend mit ionenchromatographischen und photometrischen Verfahren. Für die Analytik der organischen Parameter kommen gas- und flüssigchromatographische Verfahren zum Einsatz. Die von uns für die einzelnen Parameter verwendeten Verfahren und Methoden sind unserer Akkreditierungsurkunde zu entnehmen. 

 

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